Fonds, Aktienfonds, Investmentfonds

Fonds
© Sai.chan | Dreamstime.com
Fonds sind, ebenso wie Aktien, eine Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen. An der Börse wird zwischen verschiedenen Fonds, wie beispielsweise den Aktienfonds, Geldmarktfonds, Obligationenfonds, Immobilienfonds, Strategiefonds, Investmentfonds und den Rentenfonds, unterschieden.
Bei einer Investmentgesellschaft wird das Geld der Anleger gesammelt, in einem Investmentfonds gebündelt und anschliessend in verschiedene Anlagebereiche investiert. Für welche Bereiche das Geld im Fonds angelegt werden soll, kann man vorher bestimmen. Man hat unter anderem die Option, in Aktien,
festverzinslichen Wertpapieren oder in Immobilien zu investieren. Möchte man in einen Investmentfonds anlegen, muss man den so genannten Grundsatz der Risikomischung beachten und darf nicht sein komplettes Fondsvermögen in nur eine einzige Aktie oder Immobilie investieren. Dadurch, dass das Geld auf verschiedene Anlagegegenstände gestreut wird, minimiert sich natürlich auch das Risiko eines Verlustes.
Wer einen Investmentfondsanteil kauft, hat einen Anspruch auf Beteiligung am Gewinn und kann seinen Anteil jederzeit zum aktuell gültigen Rücknahmepreis verkaufen. Der Anteilswert eines Fonds wird bestimmt, indem man den Wert des gesamten Fondsvermögens aller Anleger durch die Anzahl der ausgegebenen Anteil dividiert.
Investmentfonds werden in verschiedene Arten eingeteilt. Aktienfonds bestehen vorwiegend aus Aktien, Dachfonds hingegen enthalten auch Anteile an anderen Fonds, bei Ethikfonds wird auf ethische Aspekte geachtet, so dass beispielsweise in Solarenergie investiert wird, Laufzeitfonds sind zeitlich begrenzt und werden automatisch aufgelöst, wenn das Ende der Laufzeit erreicht wird. Ebenso kann man sich für offene Immobilienfonds, die Haus- und Grundbesitz enthaltenen, oder für Mischfonds, die verschiedene Anlageklassen berücksichtigen, entscheiden.
Eine weitere Unterart von Fonds sind Rentenfonds. Die Besonderheit besteht hier darin, dass hier nur in so genannte Rentenpapiere investiert wird. Gerade in Zeiten, in denen die Zinsen sinken, steigt der Wert von Rentenfonds. Nachteilig ist hingegen, dass Rentenfonds in Zeiten steigender Zinsen meistens nur schwer eine positive Rendite erwirtschaften können. Bevor man sich für einen Rentenfonds entscheidet, sollte man Chancen und Risiken sorgfältig abwägen. Die Entscheidung für oder gegen einen solchen Fonds sollte beispielsweise von der Anlageregion, der Restlaufzeit und der Sicherheit des Emittenten (siehe Finanz Lexikon) abhängen. Als besonders sicher sind Staatsanleihen und Anleihen von Unternehmen mit einer guten Bonität anzusehen. Sofern man mit einem Rentenfonds (siehe hierzu auch riesterrente-info.de) in eine fremde Währung investiert, sollte man beachten, dass man sich einem zusätzlichen Währungsrisiko aussetzt.
Obligationenfonds sind Investitionen in inländische und/oder ausländische Obligationen Anlagen. Es wird dabei die vorgängig festgelegte Anlagestrategie berücksichtigt. Es gibt innerhalb der Obligationenfonds unterschiedliche Risikoprofile, welche sich durch Laufzeit, Bonität, Währung, Domizil und Zinspolitik unterscheiden. Entweder erfolgt eine jährliche Ausschüttung oder eine kontinuierliche Reinvestition der aufgelaufenen Erträge (dies nennt man thesaurierende Fonds).